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Ja, die Université Lyon 2 hat also zwei Campi/Campusse/Campen (wahrscheinlich Campi, aber das klingt so sehr nach Campino Bonbons, die ich schon viel zu lang nicht mehr gegessen hab). Der eine ist der Campus Berges du Rhone, ein recht großer Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert – sehr schick, viele grüne Innenhöfe und direkt an der Rhone gelegen. Da hab ich natürlich nur ein Mal die Woche Unterricht.

Von Dienstag bis Freitag geht’s mit der Tram in 15 Minuten nach Bron, wo der zweite Campus Porte des Alpes liegt. Genau wie auf dem Rhone-Campus sind die Räume und Gebäude recht kryptisch bezeichnet (es gibt die Batiments A bis P und die Amphitheatres A bis F, allerdings ist Amphi A nicht in Batiment A, sondern genau am anderen Ende usw., aber irgendwann hat man’s raus hoffe ich), aber das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Der Campus in Bron ist extrem auf modern gemacht – viel grau und viel Glas, viel Stahl und Beton und als ich letzte Woche das erste Mal da war, hab ich mich schon irgendwie nach meiner kuschelig-kleinen B11 in Weimar gesehnt. Von innen ist das Ganze dann auch nur noch halb so modern und erinnert mehr an eine Mischung aus Bahnhof und Krankenhaus als an eine Uni. Zwischen den einzelnen Gebäuden gibt es riesige Plakatflächen, die von oben bis unten beklebt sind und 80% der Bodenfläche sind wahlweise mit grünem Linoleum oder quadratischen Kieselsteinplatten ausgelegt. Letztere erinnern mich irgendwie immer noch an DDR-Strandbäder, was den Modernitätsgrad nochmal fallen lässt.

Ansonsten will ich mich aber gar nicht beschweren, denn es gibt immerhin nen kleinen Laden, wo es recht günstige und leckere Sandwiches gibt (heut gab’s Schinken-Käse für 2 Euro) und die Mensa, die hier Resto’U heißt, muss ich erst noch austesten. Morgen geht’s dann schon um 8 Uhr mit Bildtheorie los – zum Glück weiß ich schon, dass ich Amphi B in Batiment F finde, oder war es doch Batiment K?

… das ist die Frage und ich habe mich für ersteres entschieden. Zumindest in den nächsten fünf Monaten gibt’s hier also Lach- und Sachgeschichten aus Lyon, schließlich sollt Ihr ja wissen, was ich hier so treibe. Danach kann ich für nichts garantieren, weil schon meine Versuche, Tagebuch zu schreiben immer an meiner mangelnden Disziplin gescheitert sind.

Und da ich heut das hochsommerliche Wetter hier genutzt habe, um in die Stadt zu fahren und ein paar Fotos zu machen, könnt Ihr unten schon mal sehen wie hübsch Lyon ist. Von links nach rechts seht Ihr die Rhone, die Saone und zwei schöne französische Fassaden.

Also dann a bientot und bis baldi waldi (letztere Verabschiedung hab ich nur aufgrund eines bestimmten Herren benutzt und ich verspreche hiermit, dass Ihr sie hier nie wieder lesen werdet)

Rhone Saone Fassade1 Fassade2.jpg

Nachdem ich nun das Wochenende in Weimar verbracht hatte, ging es am Sonntag wieder auf große Fahrt (hört sich an wie das Tagebuch von nem Brummifahrer ;-> ).

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Das Ende vom erstem Akt

und so schnell kann es gehen von einem Tag auf den anderen werden deine Pläne umgeworfen, aber kein Problem, meine Reise ist ja so geplant wie das Leben selbst (garnicht) und da haut mich doch sowas nicht aus der Bahn.

Doch erstmal da weiter als ich das letzte mal aufgehört habe…

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Am Montag ging sie nun los meine kleine Reise quer durch Deutschland und daher möchte ich euch ein wenig auf dem laufenden halten und ab und zu mal ein paar kleine Infos zukommen lassen…

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