Chronik eines Festmahls
0 Comments Published by KateL Oktober 14th, 2007 in french-cheese, occupational-therapyJa, heut hatten wir zum Mittag Besuch hier und es wurde gegrillt und da ist mir mal wieder aufgefallen, dass die Franzosen schon sehr anders essen als die Deutschen. In jedem Fall essen sie langsamer und dafür sehr viel ausgiebiger. Zum besseren Verständnis also mal eine kleine Chronik meines heutigen Mittagessens:
13.20 Uhr: Aperetif (die Franzosen sagen übrigens nicht aperetif, sondern apéro). Weißwein und petits fours salés. Sehr köstliche und einfache Erfindung, das sind nämlich kleine Häppchen aus Teig und Wurst oder Tomaten, die man nur kurz in den Ofen schiebt und dann warm isst.
13.50 Uhr: Zur Hauptspeise gibt’s Koteletts vom Grill, dazu Reis, Baguette und Salat. Rotwein und Wasser dürfen natürlich auch nicht fehlen.
14.40 Uhr: Käsezeit. Es gibt noch mehr Rotwein und gar köstlichen Käse, ich glaub es waren fünf Sorten, aber alle hab ich nicht probiert. Mein Favorit war der Brebis, ein Schafskäse, und dazu unfassbar leckere Kirschmarmelade, die Jeromes Mutter selbstgemacht hat.
15,10 Uhr: Dessert. Zum Abschluss gibt’s Obstsalat mit Äpfeln, Banane, Johannisbeeren, Ananas, Honigmelone und bestimmt noch anderen Leckerli. Außerdem gibt’s noch einen fantastischen Käsekuchen mit Himbeeren und zum Abschluss noch den obligatorischen Espresso.
Jetzt läuft Euch sicher das Wasser im Mund zusammen und Ihr rätselt womöglich schon, mit wie viel Kilo mehr ich wieder zurück komme. Mein schlechtes Gewissen und die Herbstsonne haben aber noch dafür gesorgt, dass ich zum joggen in den Parc de Gerland gefahren bin. Da klopf ich mir also ganz stolz auf die Schulter und hol mir noch einen dieser köstlichen Butterkekse, die ich letztens entdeckt hab. (Nee, natürlich nicht, aber die sind wirklich gut!)